Die Vizepräsidentin des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Silke Raml (rechts im Foto), hat den Hamburger Fußball-Verband (HFV) besucht und in einem Spitzentreffen über aktuelle Entwicklungen im Frauen- und Mädchenfußball gesprochen.
Es war ein intensiver Austausch, an dem vom HFV unter anderem Präsident Christian Okun und Kathrin Niehoff, die Vorsitzende des Hamburger Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, teilnahmen (Foto). Silke Raml erläuterte den Anwesenden ihre Aufgabenbereiche und Zielsetzungen des DFB für den Frauen- und Mädchenfußball. Sie erläuterte das „Projekt Frauen im Fußball“ und die DFB-Strategie „FF27“, bei der es um eine nachhaltige, strukturelle Stärkung des Frauen- und Mädchenfußballs geht. Neben mehr Angeboten für den weiblichen Fußballnachwuchs geht es dabei um eine optimierte Talentförderung und nicht zuletzt auch mehr Frauen in Vereins- und Verbandsgremien.
Aus den Informationen zu den aktuellen Anpassungen der 3. Spielklassenebene der Frauen und der Evaluation der Leistungs- und Förderzentren für Frauen und Mädchen (FLZW) ergab sich eine intensive Diskussion. Dabei stand das Aus der B-Juniorinnen-Bundesliga, von der drei Hamburger Vereine direkt betroffen waren, im Fokus.
Silke Raml erläuterte die Hintergründe der Reform und der Überführung der Juniorinnen-Bundesliga in die Struktur der Förder- und Leistungszentren weiblich (FLZW), die 2024 pilotiert und zuletzt Anfang dieses Jahres erstmals zertifiziert wurden.
„Die bestehenden Vereine der B-Juniorinnen-Bundesliga waren von der Umstrukturierung natürlich nicht begeistert. Vor allem aus dem Norden haben uns viele Rückmeldungen erreicht, dass sie damit nicht einverstanden sind. Ich kann das auch nachvollziehen. Man gibt ungern etwas auf, das man hat. Aber wir müssen neue Wege gehen, um sportlich wieder erfolgreich zu werden“, stellte Raml klar und brachte es in ihrem Fazit auf den Punkt: „Die B-Juniorinnen-Bundesliga wurde damals aus Talentfördergründen eingeführt, die gesetzten Ziele damit aber nie erreicht. Das muss man sich vor Augen führen!“ Jetzt gelte es, die neuen Ansätze zu etablieren, kontinuierlich zu evaluieren und das Konzept bei Bedarf auch anzupassen.