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Regionalliga Reform: Koch nimmt Drittligisten in die Pflicht

Letzte Aktualisierung: 29. November 2018

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Die Vereinsvertreter der damals 19 Klubs aus der Regionalliga Bayern untermauerten beim Verbandstag ihre Positionen aus der "Wendelsteiner Vorlage" und bewiesen ihre Reformbereitschaft. Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), wählt in der aktuellen Diskussion um die Regionalliga-Reform deutliche Worte: "Da wird an vielen Stellen mit Halbwissen gearbeitet", sagt der 59-Jährige, der die Position der bayerischen Regionalligisten nochmals deutlich unterstreicht: "Wir Bayern sind mit allen 15 Modellvorschlägen zur Bildung einer viergleisigen Regionalliga, die in der Arbeitsgruppe vorgestellt worden sind, einverstanden. Das ist hinlänglich bekannt, wird aber offenkundig ganz bewusst von einigen ignoriert und stattdessen lieber Stimmung gemacht."

Bayerische Regionalligisten unterstreichen erneut ihre Position

Bereits beim Verbandstag im Mai 2018 hatten sich die Vertreter der Klubs aus der Regionalliga Bayern zum wiederholten Male klar positioniert. "Wir würden einer viergleisigen Regionalliga sehr wohl zustimmen, um eine Aufstiegsregelung nach dem Motto ,der Meister muss aufsteigen' zu ermöglichen. Dies setzt aber natürlich voraus, dass Bayern ein proportional angemessener Teil einer der vier Ligen ist. Dies wäre zusammen mit Baden-Württemberg oder zusammen mit Sachsen und/oder Thüringen oder zusammen mit Hessen der Fall", hieß es seinerzeit in der Erklärung der Klubs. Bereits im September 2017 hatten die Vertreter der Regionalliga Bayern sowie der bayerischen Drittligisten in der einstimmig beschlossenen "Wendelsteiner Vorlage" ein Grundsatzpapier verabschiedet und die Bereitschaft zur Reduzierung der Regionalliga auf vier Staffeln deutlich gemacht.

Koch weiß auch, dass eine Reform nur dann verabschiedet werden kann, wenn das Votum einvernehmlich erfolgt: "Wir können uns vorstellen, mit Baden-Württemberg eine Liga zu bilden oder aber mit Sachsen und Thüringen. Für den BFV ist klar, dass wir uns nicht gegen die Interessen der Klubs aus dem Nordosten stellen. Wir vertreten eine klare Position, leider ist das nicht bei allen Beteiligten so. Deshalb ist die jetzt getroffene Entscheidung, die Deutschlandkarte flächenmäßig mit einem ersten Schnitt zu teilen, dem ein zweiter, bereits definierter, folgen wird, die einzig richtige."

Drittligisten bleiben Reform-Vorschlag schuldig

Dass sich die Drittligisten nun in einer gemeinsamen Erklärung dafür aussprechen, wieder zu drei anstatt aktuell vier Absteigern zurückzukehren, weil angeblich keine Bewegung ins Thema Regionalliga-Reform gekommen sei, ist indes nicht nachvollziehbar: "Die Entscheidung über den genauen zweiten Zuschnitt in beiden Bereichen für jeweils zwei Regionalligen soll jetzt gesondert für jedes der beiden Gebiete in den jeweiligen Regional- und Landesverbänden gemeinsam mit den dort beheimateten Drittliga- und Regionalligavereinen getroffen werden", sagt Koch: "Das ist ein klarer Auftrag, der zu einem Ergebnis führen wird - und in diesen Prozess sind auch die Drittligisten mit eingebunden. Sie hätten lieber ihre Meinung in der AG vertreten sollen, anstatt jetzt von Stillstand zu sprechen und haltlose Attacken zu reiten. Im Übrigen saßen vom ersten Tag an Drittliga-Vertreter mit am Tisch. Es hätte genügend Möglichkeiten gegeben, sich mit eigenen Ideen einzubringen. Offenkundig herrscht dort aber keine Einigkeit und es gibt auch keine klare Position. Bis heute ist mir zumindest kein Vorschlag aus diesem Kreis bekannt, wie eine Reform aussieht, die drei Drittliga-Absteiger vorsieht und vier Regionalligen, deren Meister direkt aufsteigen." Eine Antwort darauf blieben die Drittligisten auch in ihrer Erklärung schuldig. 

 
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