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Wenn es brennt, ist der Ofen aus!

Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2018

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Wenn's brennt, ist der Ofen aus: Vereine und Verband haben auf dem Verbandstag in Bad Gögging noch einmal geschlossen und unmissverständlich klargestellt: Beim Thema Pyrotechnik herrscht in Bayern ebenso eine Null-Toleranz-Politik wie bei Gewalt, Diskriminierung oder Rassismus - dies gilt auch abseits des Rasens.

Entsprechend haben sich beide Seiten auf eine Anpassung der Strafen bei Verstößen geeinigt, die ab sofort gemäß den beschlossenen Neuerungen in den BFV-Statuten umgesetzt werden: Bei Vorfällen in der Bayernliga können künftig Strafen von bis zu 25.000 Euro fällig werden, in der Regionalliga Bayern sind sogar bis zu 50.000 Euro fällig. Unter 300 Euro wird das Strafmaß nicht bleiben. In den Klassen darunter reichen die finanziellen Sanktionen von der Mindeststrafe in Höhe von 300 Euro bis zu 12.000 Euro. Zudem drohen weitere Folgen wie Platzsperren und neuerdings auch Punktabzüge (etwa bei mehrmaligem Abbrennen von Pyrotechnik oder einer Unterbrechung von mehr als fünf Minuten in einem Spiel). Im Extremfall ist die Versetzung in eine niedrigere Spielklasse unausweichlich. Mit ihrem Fehlverhalten schaden die Täter "ihrem" Verein folglich immens. Unterstützung sieht anders aus! Hier sprechen Vereine und Verband eine Sprache!

Aus diesem Grund ist die Aufklärungsarbeit der unabhängigen bayerischen Sportgerichte bei Vorfällen jeglicher Art auch ganz klar "täterorientiert" ausgerichtet. Ziel ist es, gemeinsam mit Heim- und Gastvereinen die selbst ernannten "Fans" zu ermitteln und sie für ihr Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen. Gelingt es, die Täter zu identifizieren bzw. engagiert sich ein bereits identifizierter Täter als Wiedergutmachung nachweislich über das normale Maß hinaus für ehrenamtlich Sport- oder Sozialprojekte, können die Sanktionen gegen die Vereine aufgehoben oder reduziert werden. Sollte ein Verein die Täter erst nach dem rechtskräftigen Abschluss des Sportgerichtsverfahrens ermitteln können, kann das Verfahren neu aufgerollt werden. Klares Ziel: Von einzelnen Chaoten und sogenannten "Fans" braucht es keinerlei Unterstützung, sie schaden dem Verein!

Entsprechend werden die Schiedsrichter zur neuen Saison auch durchgreifen. Wenn es auf den Rängen raucht, ist der Ofen aus und das Spiel wird unterbrochen, notfalls erfolgt der Gang in die Kabine. Dauert der pyrotechnische Vorfall länger als fünf Minuten, ist klar, dass der betreffende Verein für das Fehlverhalten neben einer Geldstrafe auch mit einem Punktabzug belangt wird. Auch wenn Banner oder Fahnen auf den Sportplätzen oder Stadien mit rassistischen, diskriminierenden oder beleidigenden Aussagen aufgehängt werden, müssen diese umgehend entfernt werden - andernfalls droht der Spielabbruch.

Schließlich sind sich Verband und Vereine einig: Der Fußball ist für alle da - und weder Gewalt und Pyrotechnik noch Beleidigungen oder Diskriminierungen aufgrund von Glaube, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Identität haben auf dem Fußballplatz oder in Form von Bannern und Transparenten im Zuschauerbereich etwas verloren - und werden nicht toleriert!

 
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