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AG Finanzen tagt in Ingolstadt

Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2018

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Die AG Finanzen hat sich in Ingolstadt bereits zum vierten Mal getroffen.

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Finanzen mit Vereinsvertretern aus dem gesamtem Freistaat und den Finanzexperten des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) um Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, Vizepräsident Robert Schraudner, den Bezirksvorsitzenden sowie BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher und dessen Stellvertreter Bernhard Schütz hat sich im Vorfeld des U21-Länderspiels zwischen Deutschland und Norwegen in Ingolstadt zu ihrer mittlerweile vierten Sitzung getroffen.

"Als wir gestartet sind, war uns immer Kontinuität wichtig. Dass wir gemeinsam und einstimmig ein Finanzierungskonzept für den Verbandstag im vergangenen Mai erarbeitet haben, ist das eine. Dass wir aber auch nach dieser Weichenstellung weiter Hand in Hand - Vereine und Verband - gehen wollen, zeugt von der großen Ernsthaftigkeit dieses Vorgehens, das in Deutschland einzigartig ist", unterstrich Faltenbacher unweit des Audi Sportparks: "Und nach wie vor gilt unser Wort: Wer sich von Seiten der bayerischen Vereine einbringen möchte, ist immer herzlich eingeladen. Offenheit, Transparenz, gegenseitiges Verständnis und Partizipation sind die Dinge, die wir hier gemeinsam mit Leben füllen."

Große Bestätigung der bisherigen AG-Arbeit gab es auch von Seiten der bayerischen Vereine: In einer repräsentativen, unabhängigen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SLC unter den Mitgliedern im Freistaat kam ein klares Zeichen zum Vorschein: Nahezu 90 Prozent der über 2000 Teilnehmer bewerteten die Arbeit der AG und den Weg der Transparenz mit "sehr gut" und "gut".

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BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: "Wir wollen weiter Hand in Hand mit den Vereinen gehen."

Seit dem Verbandstag im Mai gab es weitere positive Nachrichten in finanzieller Hinsicht. So darf der BFV auf die Zusage der bayerischen Staatsregierung setzen, die für die millionenschwere Sanierung und Modernisierung der Sportschule in Oberhaching Zuschüsse von bis zu 90 Prozent zugesagt hat und somit den Spielraum für den BFV erhöht. So steht beispielsweise der auf rund 20 Millionen Euro taxierte Umbau des verbandseigenen, aktuell verpachteten Volkstheaters zu einem Wohn- und Bürokomplex in der Münchner Innenstadt an. Hier könnte der BFV das Eigenkapital der Finanzierung durch gewonnene Spielräume steigern.

Auch jetzt, beim vierten AG-Treffen in Ingolstadt, wurde wieder offen diskutiert und reflektiert. "Für uns gehört es auch zur Pflicht, mit den Leuten in den Vereinen in den Dialog zu gehen und über unsere Arbeit zu sprechen. Nur so können wir weiterhin an Akzeptanz für unsere Arbeit gewinnen", sagte etwa Joachim Kokott aus Erlangen. "Wir wollen alle mitnehmen, denn uns ist Großes gelungen. Bei Runden Tischen, den Kreis- und Bezirkstagen, wie uns die Umfrage zeigt. Doch auch hier gilt es für uns, weiter am Ball zu bleiben, um klar zu machen, dass für uns einzig und alleine die Sache im Mittelpunkt steht", betonte Faltenbacher.

Bei alledem freilich gilt der Fokus den Fußballvereinen und seinen Mitgliedern im Freistaat. Dabei wird der BFV wie angekündigt auch die digitalen Pfade erweitern - so befindet sich die BFV-Teammanagement-App aktuell bereits in der Testphase, das Internetangebot mit der Plattform www.bfv.de wird gänzlich überarbeitet und soll im kommenden Jahr online gehen, nur zwei Beispiele, die BFV-Vizepräsident Robert Schraudner erläuterte.

Ein deutschlandweit einmaliger Weg

Mit der AG Finanzen hatte der Verband im vergangenen Jahr einen in Deutschland einzigartigen Kurs eingeschlagen: Der BFV lud im Frühjahr 2017 alle interessierten Mitglieder der rund 4600 Vereine aus ganz Bayern zur Teilnahme ein und legte dabei nicht nur alle Fakten zur Ausgaben- und Einnahmesituation offen. Gemeinsam mit den Vereinsvertretern stellten die BFV-Experten in drei intensiven Arbeitstreffen das Finanzgebaren des größten DFB-Landesverbandes mit einem Haushaltsvolumen von rund 19,2 Millionen Euro auf den Prüfstand, erarbeiteten Empfehlungen für künftige Ein- und Ausgaben und nahmen somit unmittelbar Einfluss auf das aktuelle und künftige finanzielle Konstrukt des BFV. Das Ergebnis: Auf dem Verbandstag 2018 in Bad Gögging verabschiedeten die Delegierten den Verbandshaushalt für die Legislaturperiode 2018 bis 2022 einstimmig - obwohl die Planungen zusätzliche Investitionen in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die Zukunftssicherung des Amateurfußballs vorgesehen hat.

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Auch BFV-Vizepräsident Robert Schraudner nahm an der Tagung der AG Finanzen teil.

"Dem BFV-Vorstand sind größtmögliche Transparenz und die sehr frühzeitige Einbindung seiner Vereine extrem wichtig. Die AG Finanzen ist ein Musterbeispiel für gelebte Basis-Demokratie. Uns ist es wichtig, die Vereine von Beginn an mit auf die Reise zu nehmen, mit offenen Karten zu spielen und neue Finanzierungskonzepte für den Amateurfußball gemeinsam zu erarbeiten. Dass wir mit unserem Weg der Mitbestimmung auf dem richtigen Weg sind, hat der Verbandstag eindrucksvoll bestätigt. Das einstimmige Votum bestärkt uns darin, dass Aufklärungsarbeit und höchste Transparenz zum Ziel führen. Deshalb werden wir diesen Kurs auch künftig halten", erklärt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher.

Die Mitglieder der AG Finanzen:

Georg Appel (SC Eintracht Freising)
Volker Beck (FSV Bayreuth)
Timo Dorn (TSV Kimratshofen)
Ernst Gehling (FT Schweinfurt)
Andre Heinz (SG Roth-Main)
Robin Helmschrott (FC Augsburg)
Ignaz Hiendl (TSV 1883 Bogen)
Joachim Kokott (SG Siemens Erlangen)
Peter Mallmann (SB Chiemgau Traunstein)
Dennis Martin (SV TuS/DJK Grafenwöhr)
Bernhard Martini (DJK Ingolstadt)
Roland Mayer (TSV 1860 Weißenburg)
Inge Pirner (TSV 1899 Röthenbach)
Franz Pölt (TSV Benediktbeuern)
Rainer Räth (SV 1966 Reichmannshausen)
Werner Raum (SV Bronn)
Robert Reimann (SV Obereichstätt)
Stefan Röttinger (FSV Utzwingen)
Wolfgang Rudolph (DJK SV Eichenhausen)
Alexander Schrüfer (SC Neuhaus/Ofr.)
Michael Schulz (SV Coburg-Ketschendorf)
Steffen Stegmann (TSV 1947 Rothenbuch)
Christoph Vodermaier (SV Riedering)
Siegfried Weiß (FC Aschheim)

 
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