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Bayernliga Nord 2018/19: Winterfazit

Letzte Aktualisierung: 25. Dezember 2018

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Schon ein kurzer Blick auf die Tabelle lässt erahnen, wie spannend nach der Winterpause die Restsaison in der Bayernliga Nord wird. Ein Aufstiegsrennen mit fünf Mannschaften und ein Abstiegskampf, an dem noch die halbe Staffel beteiligt sein kann, warten auf die Vereine und Fans. Besonders eng geht es an der Spitze zu, an der nach jeweils 22 absolvierten Spielen mit dem TSV Aubstadt und der DJK Gebenbach zwei punktgleiche Mannschaften rangieren.

Aubstadt und Gebenbach an der Spitze

Dank der besseren Tordifferenz ging Aubstadt als Erster in die Winterpause. "Für die Moral der Mannschaft war das wichtig", sagt Trainer Josef Francic, der schon seit der Spielzeit 2011/12 an der Seitenlinie des TSV steht und nach den Plätzen zwei und drei in den beiden Vorsaisons im nächsten Sommer den Aufstieg in die Regionalliga Bayern feiern will. Zusätzlich mache die Spitzenposition den Verein auch für mögliche Neuzugänge interessant. In der freien Zeit biete sich aber zunächst einmal die Möglichkeit, sich mit der aktuellen Mannschaft zu befassen, um nach den vielen Spielen in diesem Jahr "aktive und passive Erholung zu betreiben".

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Die DJK Gebenbach belegt punktgleich mit Spitzenreiter TSV Aubstadt den zweiten Tabellenplatz.

Die DJK Gebenbach ließ in der letzten Saison schon aufhorchen und stellte unter Beweis, dass in dem Team jede Menge Potenzial steckt. Als Aufsteiger landete die DJK auf Anhieb auf Platz fünf, im zweiten Jahr in der Bayernliga Nord ist sie aktuell mit allen Chancen nach oben Zweiter. "Die Situation ist phänomenal. Sie ist das i-Tüpfelchen auf einem Super-Jahr", sagt Gebenbachs stolzer Trainer Faruk Maloku. Von einem Zweikampf im Meisterschaftsrennen sollte aber trotzdem nicht ausgegangen werden, auch wenn derzeit fünf Punkte zwischen dem Top-Duo sowie dem Tabellendritten TSV Großbardorf und dem viertplatzierten Würzburger FV liegen.

Großbardorf, Würzburger und Eltersdorf in Lauerstellung

"Wir sind mit einem starken dritten Tabellenplatz in die Winterpause gegangen, was ein gutes Gefühl erzeugt. Die Pause wird allen guttun, um ab Mitte Januar wieder voll in das Training auf die Rückrunde einzusteigen", sagt Großbardorfs Trainer André Betz. Die Würzburger haben im neuen Jahr sogar die Möglichkeit, den Rückstand zum Spitzenduo auf zwei Zähler zu verkürzen, weil sie erst 21 Partien bestritten haben. Allerdings wird beim von Marc Reitmaier trainierten WFV noch abzuwarten sein, wie sich die wirtschaftliche Situation entwickelt. Im November konnte der Verein einen Insolvenzantrag abwenden.

Komplettiert wird das Feld der Aufstiegskandidaten vom SC Eltersdorf. Der Tabellenfünfte hat sieben Punkte Rückstand zur Spitze. Mit mehr Konstanz hätte der SCE um Trainer Bernd Eigner aber auch durchaus besser dastehen können. "Ich sehe die Mannschaft noch nicht am Ende ihrer Entwicklung", sagt der Trainer, der deshalb kürzlich seine Zusage für ein weiteres Jahr in Eltersdorf gab.

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Für die beiden Aufsteiger TSV Abtswind und ASV Vach geht es nach der Winterpause um den Klassenverbleib. Foto: TSV Abtswind

Mit dem SV Seligenporten, der DJK Don Bosco Bamberg, der SpVgg Bayern Hof und der U23 der Würzburger Kickers folgen vier Vereine aus der oberen Tabellenhälfte, die aus dem Gröbsten "raus" sein sollten. Doch ab Platz zehn darf sich noch keine Mannschaft bei einem Blick auf den Abstiegskampf zu sicher fühlen.

Ab Platz zehn wird's gefährlich

Die DJK Ammerthal und der ATSV Erlangen (beide 29 Punkte) sowie die SpVgg Ansbach (28) werden in der Restsaison für den Klassenverbleib noch einige Punkte sammeln müssen, um nicht mehr in Gefahr zu geraten. Einen Platz vor der Abstiegsrelegationszone rangiert mit zwei Zählern Vorsprung der TSV Abtswind (22). Dahinter gibt es fünf Teams, die nach der Winterpause noch das "rettende Ufer" erreichen wollen. Die aussichtsreichsten Chancen darauf haben der FSV Erlangen-Bruck und der 1. FC Sand mit jeweils 20 Zählern. "Das Niveau in der Bayernliga ist sehr ausgeglichen. Nuancen sind entscheidend", sagt Brucks Abteilungsleiter Michael Enzi. Einen Zähler weniger auf der Habenseite hat als Drittletzter der ASV Neumarkt, der sich seine Rückkehr von der Süd- in die Nord-Staffel ganz anders vorgestellt hatte. "Wir stehen unter dem Strich, sind deshalb sehr enttäuscht", sagt Thomas Schlecht, Sportdirektor des ASV, und führt dies auch auf die personelle Situation zurück. Teilweise seien bis zu neun Stammspieler ausgefallen: "Deshalb muss man es fast schon positiv sehen, dass wir bereits 19 Punkte haben."

Auf dem vorletzten Rang überwintert die SpVgg Jahn Forchheim (18). Die größte Schwachstelle bei der Mannschaft von Trainer Christian Springer stellt die Defensive dar. 54 Gegentore sind der negative Höchstwert in der Bayernliga Nord. Den direkten Abstiegsplatz 18 belegt derzeit Aufsteiger ASV Vach, der vier Zähler Rückstand zu Forchheim und damit zu einem Relegationsrang aufweist. Das Schlusslicht verabschiedete sich mit einem 1:6 gegen die Würzburger Kickers II in die Winterpause, was Trainer Norbert Nein vor dem Weihnachtsfest Sorgen bereitet: "In der Winterpause werden wir einiges zu besprechen haben."

Die Fakten der Bayernliga Nord bis zur Winterpause

Top-Duo im Gleichschritt: Das punktgleiche Spitzenduo TSV Aubstadt und DJK Gebenbach weist nach 22 Partien exakt dieselbe Bilanz vor: 15 Siege, drei Unentschieden, vier Niederlagen. 15 Dreier sind auch der Top-Wert der Bayernliga Nord, vier Niederlagen kassierte sonst nur der viertplatzierte Würzburger FV (in 21 Spielen). Unentschieden-König mit acht Remis in 22 Begegnungen ist der Tabellensechste SV Seligenporten. Die meisten Niederlagen auf dem Konto hat Aufsteiger und Schlusslicht ASV Vach: 16 von 22 Spielen gingen verloren.

Heimmächte: Die ersten beiden Mannschaften der Tabelle sind auch die heimstärksten Teams der Liga. Der TSV Aubstadt und die DJK Gebenbach fuhren in jeweils elf Partien vor eigenem Publikum acht Siege und zwei Unentschieden ein. Mehr als 26 Punkte sicherte sich keine andere Mannschaft der Staffel. Der TSV Großbardorf gewann zwar auch achtmal zu Hause, kassierte aber auch drei Niederlagen. Wie in der Gesamttabelle belegt der ASV Vach auch in der Heimtabelle den letzten Platz. Das Schlusslicht kommt auf sieben Zähler nach 13 Spielen vor eigenem Publikum. Die SpVgg Jahn Forchheim sicherte sich ebenfalls sieben Punkte, absolvierte aber drei Heimpartien weniger.

Auswärtsstarker WFV: In der Gesamttabelle rangiert der Würzburger FV auf dem vierten Platz, in der Auswärtswertung schneidet dafür keine andere Mannschaft besser ab. Der von Marc Reitmaier trainierte WFV gewann achtmal und fuhr in elf Partien in der Fremde insgesamt 26 Punkte ein - jeweils vier Zähler mehr als der TSV Aubstadt und die DJK Gebenbach. Die auswärtsschwächste Mannschaft der Bayernliga Nord ist der ASV Neumarkt mit fünf Punkten aus zwölf Spielen. Der ASV Vach sammelte in neun Partien sieben Zähler, der 1. FC Sand acht.

Tore, Tore, Tore: In den bislang 196 absolvierten Partien fielen 674 Tore (im Schnitt 3,4 Tore pro Spiel). Das sind 32 Treffer mehr, als in der letzten Saison in ebenfalls 196 Begegnungen bis zur Winterpause gefallen waren. Die 674 Treffer teilen sich in 354 für die Heimmannschaft und 320 für die Gästeteams auf.

Duo an der Spitze der Torjägerliste: Mit jeweils 14 Treffern liegen zwei Spieler gemeinsam an der Spitze der Torjägerliste: Björn Schönwiesner vom TSV Großbardorf und Martin Thomann vom TSV Aubstadt. Das Angriffsduo der DJK Gebenbach, Niko Becker und Dominik Haller, teilt sich mit jeweils 13 Toren den dritten Platz. Zwölf Treffer auf ihrem Konto haben Ingo Feser vom TSV Aubstadt und von der SpVgg Ansbach die Offensivkräfte Sven Landshuter und Lukas Schmidt.

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Björn Schönwiesner vom TSV Großbardorf und Martin Thomann vom TSV Aubstadt führen mit jeweils 14 Treffern die Torjägerliste an.

Gebenbach in Torlaune: Zwei Mannschaften erzielten bislang mehr als 50 Tore. Den besten Angriff der Liga stellt die zweitplatzierte DJK Gebenbach mit 58 Treffern, viermal weniger traf Spitzenreiter TSV Aubstadt. Auf Rang drei dieser Statistik rangiert die SpVgg Ansbach. Der Tabellenzwölfte kommt auf stolze 46 Treffer. Keine Überraschung: Die harmlosesten Angriffsreihen stellen drei Mannschaften aus der Abstiegszone. Der Drittletzte ASV Neumarkt hat bisher erst 17 Tore auf dem Konto, Schlusslicht ASV Vach und der Vierletzte 1. FC Sand jeweils 26.

Defensivkünstler und Schießbuden: Der TSV Aubstadt hat zwar nicht die beste Offensive der Bayernliga Nord, mit nur 18 Gegentreffern stellt der Tabellenführer aber die mit Abstand stabilste Defensive. Der viertplatzierte Würzburger FV musste 22 Tore bis zur Winterpause hinnehmen, sowohl der Dritte TSV Großbardorf als auch die DJK Don Bosco Bamberg als Siebter 25. Die anfälligste Abwehrreihe stellt die abstiegsbedrohte SpVgg Jahn Forchheim. Der Vorletzte kassierte 54 Tore. Schlusslicht ASV Vach folgt mit 53 Gegentoren, die zwölftplatzierte SpVgg Ansbach mit 52.

Zehn Tore in einem Spiel: Die bisher torreichste Begegnung mit zehn Treffern fand am 20. Spieltag statt. Die SpVgg Ansbach und die SpVgg Jahn Forchheim trennten sich 5:5. Acht Tore sahen die Zuschauer beim 4:4 zwischen dem SV Seligenporten und den Würzburger Kickers II am 15. Spieltag. Die höchsten Heimsiege mit jeweils 6:0 sicherten sich der FSV Erlangen-Bruck am 5. Spieltag gegen den 1. FC Sand, der TSV Aubstadt am 10. Spieltag gegen den ASV Neumarkt und der TSV Großbardorf am 22. Spieltag gegen die SpVgg Ansbach. Die höchsten Auswärtssiege (jeweils 6:1) fuhren am 12. Spieltag die SpVgg Jahn Forchheim beim ATSV Erlangen und am 22. Spieltag die Würzburger Kickers II beim ASV Vach ein.

Serientäter: In den ersten 14 Saisonspielen blieb der Würzburger FV ohne Niederlage. Zwölf Partien am Stück kassierte die DJK Gebenbach keine Niederlage. Der SV Seligenporten legte immerhin eine Serie von zehn Begegnungen ohne verlorenes Spiel hin. Gebenbach gewann elf Partien in Folge, der TSV Aubstadt sieben und der Würzburger FV und die SpVgg Bayern Hof jeweils sechs. Die DJK Ammerthal und der ASV Neumarkt mussten derweil acht Spiele lang auf einen Sieg warten, der SV Seligenporten, der 1. FC Sand und der ASV Vach sieben. Eine Niederlagenserie von sechs Begegnungen hatten die DJK Ammerthal, die SpVgg Jahn Forchheim und der FSV Erlangen-Bruck. Fünfmal in Folge verlor die SpVgg Ansbach.

Trainerwechsel: Bis zur Winterpause trennten sich in der Nord-Staffel zwei von 18 Vereinen von ihren Trainern. Im Kampf um den Klassenverbleib wollten sowohl der ASV Neumarkt als auch der ASV Vach mit einem Trainerwechsel einen neuen Impuls setzen. In Neumarkt war nach zwölf Spielen und der Ausbeute von elf Punkten die Zeit von Marco Christ abgelaufen, Co-Trainer Benedikt Thier übernahm die Mannschaft. Vachs Aufstiegstrainer Norbert Hofmann musste nach 18 Partien gehen. Für ihn steht nun Norbert Nein an der Seitenlinie des Tabellenletzten.

Dauerbrenner: Neun Spieler standen in 22 Partien von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz. Die Torhüter Julian Schneider (TSV Großbardorf), Christopher Sommerer (DJK Ammerthal), Julian Glos (DJK Don Bosco Bamberg), Sebastian Heid (SpVgg Ansbach) und Michael Nitzbon (DJK Gebenbach) sowie die Feldspieler Marco Wiedmann (SV Seligenporten), Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach), Mario Zitzmann und Daniel Gömmel (beide DJK Ammerthal). Schlussmann André Koob (Würzburger FV) verpasste ebenfalls keine Minute, seine Mannschaft hat aber erst 21 Spiele absolviert.

Rotsünder: Die Schiedsrichter zückten in 196 Spielen bislang 44 Rote Karten (in der Vorsaison waren es bis zu diesem Zeitpunkt 28) und 44 Gelb-Rote Karten (40). Drei Gelb-Rote Karten und eine Rote Karte gab es allein für Sammy Röder (ASV Vach). Jeweils zweimal Rot sahen Jan Mazanec (ASV Vach, DJK Ammerthal), André Rieß (TSV Großbardorf) und Alexander Moratz (ASV Neumarkt). Josef Burghard (Würzburger Kickers II) handelte sich zweimal die "Ampelkarte" ein. Jeweils einmal Rot und einmal Gelb-Rot sahen Matej Kyndl (SpVgg Bayern Hof), Christoph Hasselmeier (SpVgg Ansbach), André Karmann (1. FC Sand), Firat Güngör, Drazen Misic (beide SpVgg Jahn Forchheim), Jan Sperber (FSV Erlangen-Bruck), Kai Neuerer (SV Seligenporten), Dominik Ammon, Philipp Stephan (beide ASV Neumarkt), Adrian Graf (TSV Abtswind) und Michael Krämer (ATSV Erlangen).

Ausstehende Nachholspiele: Vom 14. Spieltag: Würzburger FV- 1. FC Sand (Samstag, 23. Februar, 14 Uhr), Vom 21. Spieltag: SpVgg Jahn Forchheim - TSV Großbardorf (noch nicht terminiert), vom 22. Spieltag: SpVgg Bayern Hof - TSV Aubstadt (noch nicht terminiert).

BFV/mspw

 
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