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Thomas Unger bleibt Bezirksvorsitzender in Oberfranken

Letzte Aktualisierung: 12. März 2018

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Der alte und neue Bezirksvorsitzende in Oberfranken: Thomas Unger
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Insgesamt 176 Delegierte waren in der Fichtelgebirgshalle anwesend.
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Der neue Bezirksausschuss aus Oberfranken mit BFV-Präsident Dr. Rainer Koch
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Sonderehrung anlässlich des Bezirkstags (v.l): BFV-Präsident Dr.Rainer Koch, Ehren-Bezirksschiedsrichterobmann Siegfried Brehm, Ehren-Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram, der Bürgermeister aus Wunsiedel Karl-Willi Beck und Bezirksvorsitzender Thomas Unger
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Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung an Tobias Sperrer (DJK Falkenberg)
   

Alte und neue BFV-Bezirks-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs: Der Bezirk Oberfranken hat sich am Sonntag, den 10. März beim Bezirkstag mit 176 Delegierten in der Fichtelgebirgshalle in Wunsiedel für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt.

Als Bezirks-Vorsitzender wurde Thomas Unger, der das Amt bereits am 1. Januar 2018 vom zurückgetretenen Karlheinz Bram übernommen hatte, von den Delegierten gewählt. Bezirks-Spielleiter bleibt weiter Gerald Schwan, Klaus Schmalz Bezirks-Jugendleiter und Melanie Türk Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses. Philipp Feig beerbt Patrick Garbe als U30-Mitglied im Bezirksausschuss. Von den Delegierten ist zudem der bereits gewählte Bezirks-Schiedsrichterobmann Dr. Michael Völk bestätigt worden.

Andreas Leffer als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender, Siegfried Tabbert als Bezirks-Ehrenamtsreferent, Georg Skliwa als Bezirks-Seniorenspielleiter sowie Christian Diller als Bezirks-Onlinebeauftragte sollen vom BFV-Präsidium berufen werden und den Bezirks-Ausschuss komplettieren.

"Es wird in den nächsten vier Jahren eine vordringliche Aufgabe sein, zusammen mit den Vereinen dafür zu sorgen, die Sportvereine in allen Orten am Leben zu erhalten. Sie sind neben den Sportangeboten, die für Jugendliche und Erwachsene angeboten werden, in vielen Ortschaften zwischenzeitlich mit ihren Sportheimen oft der gesellschaftliche Mittelpunkt. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen Vereinen mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern bedanken, die hervorragende Arbeit leisten. Die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren hat Spaß und Freude gemacht und war immer geprägt von großer Sachlichkeit. Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei all unseren Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz für den Amateurfußball im Bezirk Oberfranken. Ich freue mich, dass die Delegierten des Bezirkstags mir das Vertrauen für die nächsten vier Jahre ausgesprochen haben", sagte der alte und neue Bezirksvorsitzende Thomas Unger.

Meinungsbilder zu zwei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Bezirkstag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
2. "Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene"

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 69 Prozent aus, dagegen 31 Prozent.

Für die Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene sprachen sich 42 Prozent aus, dagegen 58 Prozent.

Breite Zustimmung für Initiativantrag des BFV-Präsidiums zu "Montagsspielen"

In Wunsiedel war zudem die Meinung der wahlberechtigten Delegierten zu einem aktuellen Initiativantrag des Präsidiums des Bayerischen Fußball-Verbandes gefragt: Das Gremium hat sich mit der Thematik "Montagsspiele in der Bundesliga" befasst und dabei klar Position bezogen - mit Rücksicht auf die vielen Millionen Menschen, die an jedem Wochenende in Deutschland als Spieler, Trainer, Vereinsverantwortliche oder Zuschauer auf Amateurfußballplätzen anzutreffen sind, darf es zu keinen weiteren Bundesliga-Ansetzungen am Sonntagnachmittag kommen. Gleichzeitig berücksichtigt der Initiativantrag auch die sportlich berechtigten Interessen der Europa-League-Teams, die mit Spielen am Donnerstagabend nicht gleich wieder am Samstag antreten können. Deren Spiele sollen nach Auffassung des BFV-Spitzengremiums entweder am Sonntagabend oder am Montagabend, aber mit Blick auf die Millionen Amateurfußballfans nicht auch noch am Sonntagnachmittag ausgetragen werden! Diesen Antrag unterstützen 67 Prozent der Delegierten.


Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch insbesondere auf die nötige Modernisierung und Digitalisierung des Amateurfußballs in Bayern ein. Am Beispiel des "FC Digital" zeigte er die Möglichkeiten und Potenziale der technischen Entwicklungen für die Vereine und den Verband auf.

"Es gibt nun zwar keine Bedienungsanleitung, die Ihr nur abarbeiten braucht, und am Ende wärt Ihr der Idealverein - ich nenne ihn exemplarisch den "FC Digital"; es gibt auch nicht den einen richtigen Weg, sondern es gibt ganz viele richtige Wege, die nur Ihr in Eurem Verein selbst entwickeln könnt. Denn schon jetzt ist das digitale Angebot des BFV so breit aufgestellt, dass Ihr aus dem Vollen schöpfen könnt. Nutzt unsere Services! Aber es gibt Erfolgsfaktoren, wie Ihr an Eurem Ort oder in Eurer Stadt mithilfe der Digitalisierung auch in Zukunft eine wichtige Adresse und Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sein und bleiben werdet", erklärte Koch.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern und den Kreistagen von BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 10 Euro pro Monat je Verein.


Scheckübergabe und Talk runden Bezirkstagsprogramm ab

Im Rahmen des Bezirkstags überreichte die BFV-Sozialstiftung zudem einen Scheck in Höhe von 5000 Euro an Tobias Sperrer von der DJK Falkenberg, dessen Frau Anja im Juli 2017 an Brustkrebs verstarb. Tobias Sperrer ist seitdem alleinerziehender Vater der beiden Kinder David (sechs Jahre) und Elias (ein Jahr) und kann nicht mehr Vollzeit arbeiten. Auch der Landesligist SV Mitterteich erklärte sich solidarisch und bot der DJK Falkenberg spontan ein Vorbereitungsspiel an, dessen Einnahmen der BFV-Sozialstiftung zugute kommen sollen. Eine von Wolfgang Reichmann moderierte Talkrunde mit Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, BLSV-Bezirksvorsitzende Monika Engelhardt und Landrat Dr. Karl Döhler rundete das Bezirkstagsprogramm ab.

 

 
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