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Florian Badstübner zu Gast in Jura Nord

Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2017

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Florian Badstübner und KSO Dr. Sven Laumer

SCHWABACH - Florian Badstübner stammt aus Windsbach, ist seit seinem 13. Lebensjahr Fußballschiedsrichter und pfeift nun seine zweite Saison in der Zweiten Bundesliga. Dr. Sven Laumer, Obmann der Schiedsrichtergruppe Jura Nord, brauchte nicht viele Überredungskünste einzusetzen, um den 26-jährigen für ein Referat nach Schwabach zu locken. Schließlich kennen sich die beiden aus gemeinsamen Bayernligatagen. "Sven hat mir mit seinen Tipps als langjähriger Bayernliga-Schiri sehr geholfen", sagte Badstübner.
Vor den Jura-Nord-Referees schilderte Florian Badstübner nicht nur seine Erfahrungen aus bislang elf Zweit-Liga-Partien. Er stellte auch Regeln und Praxis des Videobeweises vor und diskutierte mit den Kollegen dessen Wirkung. Badstübner war bislang zwei Mal als "AVA" im Einsatz. Denn vor den vier Bildschirmen in Köln sitzen zu jeder Partie der Videoassistent und der "Assistent des Videoassistenten", der so abgekürzt wird. "Wir dürfen nur bei klaren Fehlern eingreifen", erklärte Badstübner. Die letzte Entscheidung aber habe immer der Kollege auf dem Feld. "Er ist der absolute Chef." 16 Kameras sind es in jedem Stadion, die Bilder ins Kölner Bundesliga-Replay-Center schicken.
Florian Badstübner löste vor allem mit seinen exakten Schilderungen der Regelvorgaben für den Videobeweis zahlreiche Aha-Erlebnisse bei den Schiris der Amateurklassen aus. Mit Videos zu den umstrittenen Situationen der ersten Bundesliga-Spieltage und den Erläuterungen dazu untermauerte er seine Meinung. "Der Videobeweis macht die Entscheidungen der Schiedsrichter besser und bereichert den Fußball deshalb", erklärte er. Besonders exakt schilderte er Arbeitsablauf und Kommunikation zwischen dem Referee auf dem Platz, dem vierten Mann und dem Video-Team in Köln.
Anfangs habe es dabei noch technische Probleme gegeben, so Badstübner. Nun aber laufe alles perfekt. So gebe es Prüfungen im Hintergrund, von denen die Fans im Stadion und die Zuschauer am Bildschirm zunächst gar nichts mitbekämen. Dabei räumte er ein, dass manche Überprüfung insbesondere dann durchaus lange dauere, wenn der Schiedsrichter sich selbst am Bildschirm im Stadion ein Bild mache. "Wichtig ist aber, dass die richtige Entscheidung getroffen wird", rechtfertigte Florian Badstübner diese Verzögerungen. "Das macht Fußball gerechter", war er überzeugt.
Mit seinem Besuch bei der Schiedsrichtergruppe Jura-Nord in Schwabach hat Badstübner enormen Druck auf sich geladen. Schließlich habe man hier bereits Deniz Aytekin, Felix Brych und Benjamin Cortus zu Gast gehabt, als sie noch in der Zweiten Bundesliga angetreten sind, so Obmann Sven Laumer. "Danach sind sie alle aufgestiegen", erinnerte er und machte mit seinem Geschenk für Badstübner deutlich, was er von ihm erwartet: Je ein Wein aus Frankreich, Italien und Spanien. "In diesen Ländern pfeift man, wenn man FIFA-Schiri ist", beschrieb Laumer die Symbolik.

Bild und Text: Robert Schmitt

 
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