Header Image - 2017

DFB-Juniorinnen-Futsal-Cup in Wuppertal: 1. FC Nürnberg und SpVgg Greuther Fürth im Einsatz

Letzte Aktualisierung: 12. März 2017

klicken zum Vergrößern
Die U15-Juniorinnen der SpVgg Greuther Fürth zeigten in Wuppertal eine gute Leistung. Foto: Getty
Am Wochenende feierte in Wuppertal der DFB-Juniorinnen-Futsal-Cup Premiere. In den Altersklassen der U15- und U17-Juniorinnen kämpften dabei die jeweils besten acht Mannschaften des Landes um die deutsche Futsal-Krone. Aus Bayern vertreten: Die SpVgg Greuther Fürth (U15) und der 1. FC Nürnberg (U17), die sich jeweils bei der Süddeutschen Hallenmeisterschaft das Ticket für den DFB-Entscheid gesichert hatten. Erfolgreich lief das Turnier vor allem für die Club-Mädels, die sich am Sonntag den dritten Platz holten. Der Kleeblatt-Nachwuchs aus Fürth musste sich hingegen am Samstag mit dem letzten Platz begnügen. Dennoch: Eine tolle Erfahrung war die Teilnahme am Bundesfinale allemal.

U15-Juniorinnen (SpVgg Greuther Fürth)

So richtig wusste die Mannschaft von Trainer Peter Münz nicht, was auf sie beim DFB-Juniorinnen-Futsal-Cup in Wuppertal zukommt. "Für uns sind die teilnehmenden Teams Neuland. Lediglich den 1. FC Köln und den SV Werder Bremen kennen wir ein bisschen. Denen gehen wir in der Vorrunde aber noch aus dem Weg. Wir lassen uns einfach überraschen, was in Wuppertal auf uns zukommt", erklärte der Coach vor dem Turnier.

Ins Turnier startete Fürth mit einem 0:0 gegen die SG Rodenberg. Zwei knappe 1:2-Niederlagen gegen die SGS Essen und den 1. FC Lübars bedeuteten dann aber den letzten Platz in Vorrundengruppe A. Trainer Münz war trotz des verpassten Halbfinals jedoch stolz auf seine Mannschaft und erklärte: "Es waren wirklich die acht besten Mannschaften dabei und das Niveau war richtig hoch. Ich kann meinem Team überhaupt keinen Vorwurf machen, denn die Mädels haben alles gegeben."

Auch im Spiel um Platz sieben reichte es dann nicht zu einem Sieg. Gegen die MSG Bad Vilbel setzte es eine - erneut knappe - 2:3-Pleite. Peter Münz fällte dennoch ein positives Fazit: "Uns hat einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt, das man bei einem solchen Turnier braucht. Wir hatten einige Pfosten- und Lattenschüsse. Geht da mal einer rein, sieht die Sache vielleicht ganz anders aus. Aber so ist eben Futsal. Ich bin mit meiner Mannschaft schon sehr zufrieden. Meinen Glückwunsch auch an den Sieger 1. FC Köln. Am Ende hat sicherlich die beste Mannschaft das Turnier gewonnen."
klicken zum Vergrößern
Die U17-Juniorinnen das 1. FC Nürnberg holten beim DFB-Futsal-Cup einen starken dritten Platz. Foto: Getty
U17-Juniorinnen (1. FC Nürnberg)

Am Sonntag stand dann das Turnier der U17-Juniorinnen auf dem Programm, wobei aus bayerischer Sicht der 1. FC Nürnberg an den Start ging. Die Club-Mädels, die im Januar in Selb die Bayerische Hallenmeisterschaft gewonnen hatten, qualifizierten sich als Süddeutscher Meister für das Bundesfinale in Wuppertal. Dementsprechend selbstbewusst trat das Team auch die Reise nach Nordrhein-Westfalen an.

Die Mannschaft von Trainer Osman Cankaya startete furios ins Turnier und bezwang im ersten Gruppenspiel die Sportfreunde Siegen souverän mit 5:1. In der zweiten Partie gelang dann ein 3:0-Erfolg über den Walddörfer SSV, was bereits den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale bedeutete. Daran änderte auch die 1:4-Niederlage zum Abschluss der Vorrunde gegen den Magdeburger FFC nichts mehr. "Das Spiel sind wir - um ehrlich zu sein - ein bisschen lockerer angegangen. Wir standen ja schon im Halbfinale und haben daher auch ein bisschen durchgetauscht", erklärte Trainer Cankaya.

In der Runde der letzten Vier trafen die Nürnbergerinnen auf den 1. FC Köln, lieferten eine starke Partie ab und spielten sich einige gute Möglichkeiten heraus. Ein Tor wollte jedoch nicht gelingen, sodass es nach Ablauf der regulären Spielzeit 0:0 stand - das Sechsmeterschießen musste also die Entscheidung bringen. Vom Punkt bewies Köln dann die besseren Nerven und setzte sich letztlich mit 3:1 (n.S) durch.

"Wir haben im Halbfinale wirklich ein gutes Spiel gemacht und sind zwei oder drei Mal auch alleine vor dem Tor gewesen. Die Niederlage ist schon enttäuschend, da wir in meinen Augen die bessere Mannschaf waren. Und im Sechsmeterschießen hat uns einfach das nötige Glück gefehlt", erklärte Osman Cankaya kurz nach dem Turnier.

Die Enttäuschung war jedoch schnell vergessen, denn im Spiel um Platz drei besiegten die Mittelfränkinnen den Magdeburger FFC souverän mit 3:0. Den Deutschen Meistertitel des Turniers, bei dem sich Nürnbergs Nadine Nischler die Torschützenkanone sicherte (5 Tore), holte sicher der SV Alberweiler nach einem 3:0 im Endspiel gegen Köln.

Cankayas Fazit: "Im Moment überwiegt die Enttäuschung. Gerade auch, weil mit dem SV Alberweiler eine Mannschaft gewonnen hat, die wir bei der Süddeutschen Hallenmeisterschaft besiegt haben. Außerdem sind wir schon mit dem Anspruch nach Wuppertal gefahren, das Turnier zu gewinnen. Wenn die Enttäuschung aber mal gewichen ist, dann werden die Mädels aber auch realisieren, was für eine tolle Leistung sie gezeigt haben. Ein dritter Platz bei der Deutschen Meisterschaft ist ja wirklich stark."
 
Spitzenvereine
© 2017 BFV.de