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Neue Heimat - "SV Dornach"

Letzte Aktualisierung: 30. November 2015

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SV Dornach

Neue Heimat: SV Dornach

"Servus!" ist nicht nur die traditionelle, freundschaftliche Begrüßung unter Bayern. Mit "Servus" wurde auch Münchens BFV Kreisvorsitzender Bernhard Slawinski von etwa 30 jungen Männern willkommen geheißen, die einen Leben voller Entbehrungen und Angst hinter sich haben. Junge Männer, die aus Mali, Somalia und dem Senegal flüchten mussten und inzwischen in Dornacher Notunterkünften untergebracht sind. Die herzliche Begrüßung zeigte vor allem eines: In Dornach funktioniert ein Konzept, das durch die Fußballabteilung des SV Dornach bereits Anfang des Jahres initiiert wurde.
Leuten wie Nikolaus Zornek ist es zu verdanken, dass diese jungen Menschen wieder lachen können und inzwischen die wichtigsten auch schon ihre ersten Erfolge mit der Beherrschung des bayerischen Dialekts verzeichnen können. "Es ist mir wichtig, dass sich diese jungen Leute bei uns im Verein integrieren können. Sie spielen inzwischen nicht nur Fußball für den SV Dornach, sie werden aktiv in unsere Vereinsarbeit mit eingebunden. Wir achten hier alle darauf, dass es ein gemeinsames Geben und Nehmen ist!"

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SV Dornach

Damit Bayerns Fußballvereine diesen enormen Aufwand nicht alleine stemmen müssen, unterstützt die Sozialstiftung des BFV besonders engagierte Vereine mit der Aktion "1.000 Paar Fußballschuhe für eine sportliche Zukunft!" Beim SV Dornach freute man sich gleich doppelt. Nicht nur, dass Slawinski über 20 Paar Fußballschuhe in seinem Gepäck dabei hatte. Er durfte auch noch im Rahmen der Egidius-Braun-Stiftung einen Scheck über 500,00 € an den SV Dornach überreichen. Die nach DFB-Ehrenpräsident Braun benannte Stiftung fördert mit der Initiative "1:0 für ein Willkommen!" Fußballvereine, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren und konkrete Hilfsmaßnahmen ergriffen haben.

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Gerhard Vodermeier, erster Vorstand des SV Dornach freute sich nicht nur über die Präsente, die er entgegennehmen durfte. Er gewährte dem BFV Funktionär einen Einblick in das Gesamtkonzept der Initiative. Der SV Dornach erhebt keinen Mitgliedsbeitrag für die Flüchtlinge und auch weitere hilfsbedürftige Vereinsmitglieder. "Wir sehen den Sport als wichtige Anlaufstelle. Gemeinsam mit den Johannitern und dem Asyl-Helferkreis Aschheim haben wir es geschafft, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten!" so Vodermeier. "Wir bekommen jedoch auch viel zurück" ergänzt Steffen Trippke, technischer Leiter der Fußballabteilung. "Nicht nur, dass die Trainingsbeteiligung sehr hoch ist, die Jungs sind ausgesprochen freundlich und dankbar!"


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Dass in diesem Projekt der sportliche Erfolg nur Nebensache ist, betont Nikolaus Zornek. "Jeder darf spielen! Vorrangig hat, die neuen Mitbürger optimal zu integrieren. Das Vereinsleben ist für die Jungs eine komplett neue Lebenserfahrung und fördert das gemeinsame Miteinander!". Bernhard Slawinski durfte einen "ersten Advent" erleben, der ihm noch lange in Erinnerung bleiben wird und ihm wieder einmal gezeigt hat, wie Stolz er auf seine Münchner Fußballvereine sein kann. "Wir lassen uns viel zu oft, von den negativen Berichterstattungen herunterziehen! Das wahre Leben spielt sich in unseren Vereinen ab und über das was hier passiert, liest man viel zu wenig!" so der BFV Funktionär.

Ab sofort schnüren sich über 20 junge Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren ihre neuen Fußballschuhe, die von der BFV-Sozialstiftung zur Verfügung gestellt wurden. Nikolaus Zornek freut sich mit seinen Schützlingen und plant, was er in der "kalten Jahreszeit" mit seinen Schützlingen unternehmen kann, wenn die Fußballplätze in Dornach vom Schnee bedeckt sind.

 

 

 

 

 
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