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Regionalliga-Struktur: SFV-Verbandstag verabschiedet Erklärung

Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2014

Der Verbandstag des Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV) hat sich in Freiburg eindeutig für eine Beibehaltung der beiden Regionalligen Südwest und Bayern ausgesprochen. In einer ohne Gegenstimme (eine Enthaltung) verabschiedeten Erklärung unterstrichen die Delegierten ihre Zufriedenheit mit der aktuellen Regionalliga-Struktur, in der der Fußball-Regional-Verband Südwest und der Süddeutsche Fußball-Verband zusammen zwei der deutschlandweit fünf Regionalligen bilden.

"Eine ganzheitliche Betrachtung der heutigen Struktur der Regionalligen muss neben den Aspekten der Eliteförderung und eines durchlässigen Übergangs vom Amateur- und Profifußball in besonderem Maße auch die Interessen der regionalen Amateurspitzenvereine berücksichtigen, die zu großen Teilen infrastrukturell den Weg in eine nationale Profiliga nicht mehr antreten können und wollen. Amateurspitzenfußball muss bezahlbar und für die Vereinsführungen verantwortbar sein", heißt es in der Erklärung.

Die Vereins- und Verbandsvertreter aller fünf Landesverbände des SFV sind sich einig, dass sich die "unvermeidbare Schwäche der aktuellen Ligastruktur" - die Meister der Regionalligen steigen nicht direkt in die 3. Liga auf - aus ihrer Sicht "spieltechnisch nur durch die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga oder eine Rückführung der Regionalligen von fünf auf vier Ligen mit verstärktem Abstieg aus der 3. Liga" beheben ließe. In der Erklärung machte der SFV-Verbandstag zugleich deutlich, dass dem Fußball-Regional-Verband Südwest und dem Süddeutschen Fußball-Verband auch bei einer Reduzierung auf vier Regionalligen weiterhin zwei Staffeln zustehen. Die beiden Regionalverbände stellen zusammen etwa 49 Prozent aller deutschen Vereine und Seniorenmannschaften und 52 Prozent der Mitglieder des DFB.

Erklärung des SFV-Verbandstages zur Lage der Regionalligen im Wortlaut

Nach Abschluss von zwei Regionalligaspielzeiten zieht der Süddeutsche Fußball-Verband ein sehr positives Zwischenfazit zu der mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 eingeführten Spielklassenstrukturreform und spricht sich uneingeschränkt vorrangig aus nachfolgenden Gründen für die Beibehaltung von zwei Regionalligen auf dem Gebiet der Regionalverbände Süd und Südwest aus:

1. Amateurspitzenfußball, der nahezu keine Fernsehgelder erhält, muss bezahlbar und für die Vereinsführungen verantwortbar sein. Amateurspitzenfußball findet nur ausnahmsweise im Fernsehen statt, er benötigt deshalb regionale Identität und Attraktivität. Die oberste Liga des Amateurspitzenfußballs verträgt nur eine begrenzte Anzahl von II. Mannschaften der Vereine der Bundesligen. Vorrangig aus diesen Gründen wurde die dreigleisige Regionalliga auf dem DFB-Bundestag 2010 abgeschafft und die gleichen Gründe stehen noch heute einer Reduzierung der Regionalligen entgegen.

2. Eine ganzheitliche Betrachtung der heutigen Struktur der Regionalligen muss neben den Aspekten der Eliteförderung und eines durchlässigen Übergangs vom Amateur- und Profifußball in besonderem Maße auch die Interessen der regionalen Amateurspitzenvereine berücksichtigen, die zu großen Teilen infrastrukturell den Weg in eine nationale Profiliga nicht mehr antreten können und wollen.

3. Es ist eine unvermeidbare Schwäche der aktuellen Ligastruktur, dass die Meister der Regionalligen nicht direkt in die 3. Liga aufsteigen können. Sie ließe sich spieltechnisch nur durch die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga oder eine Rückführung der Regionalligen auf vier Ligen mit verstärktem Abstieg aus der 3. Liga beheben.

4. In den Regionalverbänden Süd und Südwest sind knapp 49% aller deutschen Vereine und Seniorenmannschaften und 52% der Mitglieder des DFB organisiert. Dies bedeutet, dass bei einer Rückführung von fünf auf vier Regionalligen weiterhin zwei Regionalligen im Gebiet der Regionalverbände Süd und Südwest zu bilden wären.

Ohne der am DFB-Bundestag 2010 beschlossenen und nunmehr anstehenden Evaluierung der Regionalligastruktur vorgreifen zu wollen, stellt sich die nach mehrfachen früheren Regionalligaänderungen, die sich sämtlich nicht bewährt haben, eingeführte aktuelle Regionalligastruktur angesichts der bislang gemachten guten Erfahrungen aus Sicht des Süddeutschen Fußball-Verbandes in der Gesamtbewertung als sehr positiv dar.

 

 
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