
Die U17-Juniorinnen des FC Bayern München sind einfach nicht zu stoppen. In der Bayernliga stehen die Nachwuchstalente des Rekordmeisters unangefochten an der Tabellenspitze und auch in der Halle ist die Mannschaft von Ex-Europameisterin Roswitha Bindl das Maß aller Dinge. Vor 400 stimmungsvollen Zuschauern in der Manchinger Mehrzweckhalle am Lindenkreuz sicherten sich die Bayern-Mädels zum fünften Mal in Folge die Bayerische Hallenmeisterschaft um den E.ON Bayern Cup. Im Finale ließ der Topfavorit dem FC Memmingen beim 6:0-Erfolg keine Chance und revanchierte sich somit für die Niederlage aus der Vorrunde. Spielführerin Hanna Kallmaier und Ricarda Walkling waren mit insgesamt je vier Turniertreffern die Top-Torschützen der Bayern. "Die Mannschaft hat schlecht begonnen, aber sich im Laufe des Turniers gesteigert und verdient gewonnen. Neben der spielerischen Klasse hat die sehr gute Physis am Ende den Ausschlag gegeben", analysierte FCB-Trainerin Bindl.
Zum Auftakt der Gruppe A besiegte der FC Bayern den Landesligisten TSV Falkenheim Nürnberg zwar deutlich mit 5:0, leistete sich dann aber beim 1:2 gegen den FC Memmingen einen unerwarteten Ausrutscher. Erst durch ein 1:0 über den SV Frauenbiburg im letzten Gruppenspiel zogen die Münchener ins Halbfinale ein. Memmingen schaffte als Gruppensieger den Sprung unter die besten vier Mannschaften.
In Gruppe B spielte der ASV Oberpreuschwitz, aktueller Tabellenführer der Landesliga Nord, groß auf und stand nach Siegen gegen alle drei Bayernligisten als Gruppenerster fest. Einem 3:1 über den 1. FC Nürnberg folgten 3:2-Erfolge über den FC Forstern und den ETSV Würzburg. Auch der ambitionierte 1. FC Nürnberg erkämpfte sich durch ein 2:1 gegen Würzburg und einen klaren 4:1-Sieg gegen Forstern noch das Halbfinalticket.
Im Spiel um Platz sieben setzte sich Falkenheim Nürnberg knapp gegen den FC Forstern durch (2:1). Den fünften Rang erreichte der ETSV Würzburg mit einem 3:2-Erfolg über den SV Frauenbiburg. Der Siegtreffer gelang Würzburgs Top-Torjägerin Mona Eichelbrönner (fünf Treffer) quasi mit dem Abpfiff.
Im Halbfinale kamen die Juniorinnen des FC Bayern München dann richtig in Fahrt und wiesen den ASV Oberpreuschwitz mit 3:0 in die Schranken. Der FC Memmingen beendete mit einem 2:1 die Titelträume des 1. FC Nürnberg und zog durch einen Treffer von Vivien Koller und ein Eigentor des "Clubs" ins Endspiel ein. Dort war die Mannschaft von Trainer Mario Haggenmüller gegen den FC Bayern dann jedoch ohne Chance (0:6). Der 1. FC Nürnberg wurde Dritter (3:2 gegen Oberpreuschwitz).
"Die Münchener sind eine echte Turniermannschaft und haben am Ende ihre beste Leistung abgerufen. Wir haben eine sehr gute Bayerische Hallenmeisterschaft mit guter Stimmung erlebt", bilanzierte Christina Schellenberg. Die Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses des Bayerischen Fußball-Verbandes bedankte sich besonders beim Ausrichterverein SV Manching und beim BFV-Partner und Sponsor E.ON Bayern Vertrieb. Dessen Vertreter Johann Brenner zog ebenfalls ein positives Fazit: "Seit acht Jahren unterstützen wir alle Bayerischen Hallenmeisterschaften der Juniorinnen und Junioren. Ich freue mich immer wieder, solche Veranstaltungen wie heute mitzuerleben." Schirmherr und Bürgermeister Herbert Nerb freute sich besonders über das hohe sportliche Niveau und erklärte stolz: "Wir sind glücklich über das Vertrauen des BFV, dieses Turnier in unserer Gemeinde durchführen zu können."
Für einen reibungslosen Ablauf auf dem Hallenparkett sorgten die guten Schiedsrichterinnen Alessa Plass, Marietta Menner, Franziska Haider und Sigrid Weidenhiller.












