Header Image - 2019

Schiedsrichterassistenten-Schulung

Letzte Aktualisierung: 15. März 2019

 Zur Vorbereitung auf die kommende Saisonhälfte trafen sich unsere Förderschiedsrichter, angehenden sowie erfahrene Schiedsrichterassistenten als auch langjährige Gespannsführer am 09.März um 10:00 Uhr im Sportheim des SC Griesbeckerzell zur Schiedsrichterassistentenschulung (SRA-Schulung). Die Schulung richtet unser Gruppen-Lehrteam aus und wurde von Adrian Kube organisiert und geleitet, begleitet von August Oberhauser.

Bei recht miesem Wetter fanden sich an diesem Samstag vierzehn Schiedsrichter ein, die der kurzweiligen und tollen Schulung den richtigen Rahmen gaben. Nach einer kurzen Begrüßung von Anton Großhauser, unserem Obmann, ging Adrian auch schon gleich in die Vollen und führte uns als Einstiegsthema durch alle Bereiche, die einen Schiedsrichterassistenten vor, während und nach dem Spiel berühren.
Schon der Eingangsspruch "Der Schiedsrichterassistent. Ein professioneller Helfer des Schiedsrichters." führte uns vor Augen, wie entscheidend ein gut ausgebildeter Schiedsrichterassistent und ein eingespieltes Gespann ist. Adrian stellte in den folgenden Minuten heraus, dass auch die Zusammensetzung des Teams Einfluss auf den Erfolg der gemeinsamen Spielleitung nehmen kann. So ist es auch für den Schiedsrichter eine der ersten Fragestellungen, welcher Kamerad steht an welcher Seite? Dabei geben die Erfahrungen, der Spielort und andere Rahmenbedingungen oft den Ausschlag. Weitergehend wurde uns aufgezeigt, wie das Gespann an einem ersten positiven Eindruck mitwirkt und den Vereinsvertretern auf Augenhöhe begegnet. Recht bald stellte sich heraus, dass eine durchdachte und vollumfängliche Absprache entscheiden sein kann für eine optimale Spielgestaltung, nicht nur in Stresssituationen. Die Außenwirkung gegenüber den Spielern, Trainer, Zuschauern und natürlich auch dem Beobachter ist von mehreren Faktoren abhängig, hervorzuheben sind vor allem eine durchgängige und für alle verständliche Fahnen- und Freizeichengebung. Ein zentraler Aspekt einer guten Assistentenleistung ist immer noch eine verlässliche und regelrichtige Abseitsentscheidung, die maßgeblich durch die jeweilige Fitness und eine gute Regelkunde beeinflusst wird. Kommt ein hohes Maß an Erfahrung hinzu, so stellt die nicht mehr ganz so neue Vorgehensweise "wait and see" keine Probleme mehr dar und der Schiedsrichterassistent kann ein vorschnelles Fahnenzeichen vermeiden. Hat der Schiedsrichterassistent seine Aufgabe im Griff, so wird auch der Hauptschiedsrichter durch viele Blickkontakte und ein regelmäßiges Feedback von seinen Kameraden profitieren. Das Team zeichnet sich aber auch weit über den Schlusspfiff hinaus aus, wenn in der Kabine in offenen aber sachlichen Worten das Spiel aufgearbeitet wird und dadurch für jeden ein wertvolles Feedback entsteht.
Im zweiten Themenkomplex ging das Lehrteam auf das Stellungsspiel des Schiedsrichterassistenten ein und zeigte an Hand vorbereiteter Spielsituationen die optimale Position der beiden Assistenten und des Schiedsrichters. Unterstützt durch Beispiel aus dem Zuhörerkreis, kombiniert mit den Erkenntnissen aus dem ersten Lehrgespräch entwickelte sich ein offener Meinungsaustausch, der für jeden Teilnehmer einen neuen Blickwinkel der Regeltatsache enthielt.

Auch zeigte sich im weiteren Verlauf der Veranstaltung, welche Erwartungshaltung die Gespannsführer an ihre beiden Schiedsrichterassistenten haben, aber auch umgekehrt wurde für die Schiedsrichter erneut deutlich, wie stark die beiden Kameraden an der Linie von einer guten Schiedsrichterleistung profitieren.
Im nachfolgenden Schulungspunkt zeigte uns August ganz real die aktuell gültigen Fahnenzeichen und wie sich die Nicht-Beachtung dieser Vorgaben auf die Spieler und Zuschauer auswirkt, aber auch wie schnell die Schiedsrichterbeobachter mit Punktabzug darauf reagieren.
Zum Abschluss der Schulung ließ August noch einige vorbereitete Videoszenen ablaufen, anhand welcher die Gruppe einschätzen sollte, welche Entscheidungen jeder persönlich in diesem Moment getroffen hätte. Dabei variierten die Ergebnisse von einer einheitlichen bis zu einer heterogenen Regelauslegung, je mehr die gezeigte Spielsituation komplexe Bewegungsabläufe und vielfältige Zusammenhänge offenbarte, desto schwerer wurde eine einheitliche Regelauslegung. Wichtig war auch hier zu verstehen, dass alle Argumente in sich regeltechnisch einwandfrei waren, aber zu einer Entscheidung geführt hätten.

Das Lehrteam begeisterte durch ihre offene Vortragsweise, wobei auch jeder Einwurf aus dem Zuhörerkreis aufgenommen und mit den ganz eigenen Erfahrungswerten, aber auch den regeltechnischen Wahrheiten erläutert wurde.
Der Dank geht an den SC Griesbeckerzell, der uns seine schöne Sportgaststätte zur Verfügung stellt und der besondere Dank geht an Herrn Kopp, der sich um eine tolle Versorgung an Getränken kümmerte. 

Bericht von Christoph Fischer

 
Spitzenvereine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

© 2019 BFV.de